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„Demenz – jede/r kann etwas tun“ – Welt-Alzheimertag am 21. September

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz engagieren sich

 

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer- Kranken und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen. Momentan wird davon ausgegangen, dass etwa 44 Millionen Menschen weltweit von der Erkrankung betroffen sind, zwei Drittel davon leben in Entwicklungsländern. Bis 2015 soll die Zahl auf 135 Millionen ansteigen, hier sind besonders China, Indien und die afrikanischen Länder südlich der Sahara betroffen.

Das Motto für den diesjährigen Welt- Alzheimertag lautet in Deutschland: „Demenz – jede/r kann etwas tun". Demenz ist ein Thema, das früher oder später jeden berührt: Vielleicht erkrankt jemand aus der Familie, vielleicht begegnen uns Menschen in unserer Freizeit, im Chor, beim Sportangebot oder auch im Supermarkt. Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind, kommen mit Demenzerkrankten ebenfalls häufig in Kontakt. Aus diesem Grund können auch alle etwas tun, um das Leben für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen lebenswerter zu machen. Dies beginnt damit sich über das Krankheitsbild zu informieren und ein Verständnis für die besondere Situation der betroffenen Menschen zu entwickeln. Es geht darum, Teilhabe zu ermöglichen, wo immer es geht und Ausgrenzung zu vermeiden. Im Bereich Gestaltung von Wohnen und Leben zu Hause, in Heimen und Wohngemeinschaften sind ebenfalls Überlegungen zu starten und der Ausrichtung von Betreuung, Pflege und Therapie auf Menschen mit Demenz kommt sicherlich eine große Bedeutung zu.

Es geht also mit dem Welt- Alzheimertag auch darum, auf die Situation der 1, 5 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind und deren Familien hinzuweisen. Auch wenn gegenwärtig keine Heilung der Erkrankung in Sicht ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Bad Kreuznach haben sich seit 2008 mit der Einrichtung ihres Informationsbüros Demenz der Unterstützung Betroffener und ihrer Familien gewidmet. Jährlich berät Frau Liane Jung ca. 50 Familien, denn meist kommen in die Beratung nicht die Betroffenen, sondern Familienangehörige, die mit der Versorgung häufig überfordert sind. Schwerpunkt ist der Umgang mit der Erkankung. Hierzu bietet Frau Jung hilfreiche individuelle Unterstützung an. Weiterhin werden schon seit vielen Jahren öffentliche Veranstaltungen zum Thema Demenz durch das Informationsbüro organisiert. Besonders zu erwähnen ist hier die jährlich stattfindende Kinoveranstaltung. Ein Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz findet jeden 3. Dienstag im Monat im Haus St. Josef, Mühlenstr. 43 statt. Hier steht der Austausch der Angehörigen im Vordergrund, denn durch das Gefühl mit der Erkrankung und ihren Herausforderungen nicht alleine zu sein, hilft den Alltag besser zu bewältigen.

In diesem Jahr steht ein weiteres Projekt in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Demenz, der Schwerpunktstelle Demenz in Bad Sobernheim und der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, im Fokus der Überlegungen. Mit der Kampagne „Auf dem Weg zum demenzfreundlichen Landkreis Bad Kreuznach" möchten die genannten Initiatoren Dienstleistern im Einzelhandel, Banken, Verwaltung, Feuerwehr, Polizei etc. die Möglichkeit geben, sich im Krankheitsbild schulen zu lassen und Strategien zum Umgang zu erlernen. Hier findet sich das Motto des Weltalzheimertages – „Demenz- jede/r kann etwas tun" wieder.

In den Einrichtungen der Franzikanerbrüder vom Heiligen Kreuz sind zahlreiche Angebote auch speziell für Menschen mit Demenz wiederzufinden. Möglichst werden diese Angebote in die Tagesstruktur der Bewohner integriert. Gerade den Mahlzeiten und deren Zubereitung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da die geschulten Mitarbeiter in den Häusern großen Wert auf das „wie zu Hause"- Gefühl legen. Weitere Betreuungsangebote finden sich im kreativen, sportiven und musiktherapeutischen Bereich. Es werden Einzelbetreuung angeboten, Ausflüge organisiert, oder aber die Sinne der Menschen mit Demenz angesprochen.

Demenz – „jeder kann etwas tun" gilt auch in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder und wirkt sich somit auf die Lebensqualität der Menschen aus.

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